Tae Kwon Do

Turngesellschaft Hemer

TG Hemer 1890

Hauptseite der TG Hemer: www.tg-hemer.de

Vor rund 900 Jahren wurde die heutige Felsenmeerstadt  Hemer urkundlich erstmalig als Siedlung erwähnt. Ihre Größenordnung entsprach in etwa den heutigen Stadtgrenzen.

Um das Jahr 1842 bestand Hemer aus etwa 300 Häusern mit rund zweieinhalbtausend Eiinwohnern. Das Zusammenleben der damaligen Bewohner, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppierungen, kaum vorhandene soziale Sicherheit ist mit dem Leben, wie wir es heute kennen, kaum vergleichbar.

Um 1813 hatte Friedrich Ludwig Jahn die Turnerbewegung ins Leben gerufen. Diese Idee der Körperertüchtigung fasste auch in Hemer Fuß. Im Jahre 1862 gründeten einige junge Männer im Ortsteil Oberhemer den ersten Turnverein. Fünfzehn Jahre später entstand im Stadtteil Sundwig ein weiterer Turnverein, und im Jahre 1890 schließlich wurde die "Turngesellschaft zu Hemer e. V." aus der Taufe gehoben. Durch namentliche Unterschriften von 32 anwesenden Männern erhielt der neue Verein seinen offiziellen Status. Als 1. Vorsitzender fungierte Arnold Ebbinghaus jr. Der Turnboden, sprich "Übungsraum und Vereinslokal", fand sich bei Max Benzler aus Niederhemer. Schon nach etwa einem Jahr zählte der Verein 90 Mitglieder, die sich einmal in der Woche zur gemeinschaftlichen Körperertüchtigung trafen.

Der Besitz einer eigenen Turnhalle war der Traum der damaligen Turnväter, und am 9. Juni 1910 konnte die feierliche Einweihung der vereinseigenen Turnhalle stattfinden. Die wenigen folgenden blühenden Jahre erlebten mit Beginn des ersten Weltkrieges 1914 einen herben Rückschlag. Alle wehrfähigen Männer hatten dem Ruf des Vaterlandes zu folgen, der Turnbetrieb kam fast zum Erliegen. Die Turnhalle musste in den Kriegsjahren für kriegswirtschaftliche Zwecke herhalten und litt erheblich darunter. Der Fußboden bedurfte nach Kriegsende dringend einer Erneuerung, jedoch standen vorerst keine finanziellen Mittel zur Verfügung. Doch auch diese Hürde wurde genommen, und es folgten erneut blühende Jahre für den Verein mit siegreichen Teilnahmen an Bezirks- Gau- und Deutschen Turnfesten. Neben dem Turnen etablierte sich Feldhandball als Vereinssportart, es wurde in aktiven und in Jugendmannschaften betrieben.

Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges 1939 erlebte nicht nur der Verein erneut eine schlimme Zeit. Das Kriegsende und der Zusammenbruch des "Deutschen Reiches" brachte einen totalen Kollaps. Den sporttreibenden Vereinen wurde von der Militärregierung jegliche Tätigkeit verboten. Erst nach einer Eingabe erhielt der Verein die Genehmigung, den Turnbetrieb wieder aufzunehmen.

Die durch den Krieg und im Laufe der Jahre schwer in Mitleidenschaft gezogene Vereinshalle musste dringend renoviert werden. Erst durch Spenden und den Anstrengungen aller Vereinsmitglieder gelang ein Um- und Ausbau von Halle und Vereinsräumen. Dies machte sich in den Mitgliederzahlen bemerkbar. 1969 zählte der Verein über 400 Mitglieder.

Im Laufe der Jahre kamen weitere Sportarten hinzu, und inzwischen bietet die TG Hemer ihren etwa 500 Mitgliedern ein breitgefächtertes sportliches Angebot, angefangen von Turn- und Spielgruppen vom Kleinkindes- bis zum Seniorenalter, Badminton, Gymnastik, Volleyball, Orientaltanz, Tanzsport, Prellball bis hin zum Tae Kwon Do. Zielsetzung der meisten Gruppen und Mitglieder ist nicht das leistungsorientierte Sporttreiben, sondern das Fithalten und die Bewegung mit Gleichgesinnten. Nebenbei steht das gesellige Miteinander im Vordergrund, als dessen Höhepunkt die Vereins-Weihnachtsfeier zum Jahresabschluss zählt.