Tae Kwon Do

Was ist Tae Kwon Do ?

Was Tae Kwon Do ist

Taekwondo

Tae Kwon Do ist ein aus Südkorea stammender Kampfsport, bei dem schnelle und dynamische Arm- und vor allem Beintechniken im Vordergrund stehen. Es wurde in den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts erfunden (siehe  Geschichte) und ist inzwischen die meist verbreitete Kampfsportart der Welt. Nach Ringen und Judo ist es (zumindest bis 2016) die dritte Kampfsportart, die bei den olympischen Spielen als Disziplin anerkannt ist. Zu den Sommerspielen 2020 in Japan kommt erstmals Karate hinzu.

Tae Kwon Do ist eine aggressionslose Kampfsportart, die nicht zum Angriff, sondern eher zur Verteidigung mit Gegenangriff entwickelt wurde. Eines der wesentlichen Ausbildungsziele ist, neben der Schulung von körperlichen Fähigkeiten, die Entwicklung einer bestimmten Geisteshaltung mit positiven ethischen und moralischen Grundsätzen.

Tae Kwon Do wird von zwei konkurrierenden Weltverbänden dominiert, der ITF  und der WTF . Beide unterscheiden sich hauptsächlich durch abweichende Benennung einzelner Techniken und Disziplinen sowie durch ihre unterschiedlichen Wettkampfregeln. Da sie jedoch beide dieselben Wurzeln besitzen, lassen sich sehr große Ähnlichkeiten nicht abstreiten.

Was Tae Kwon Do heißt

Der Name Tae Kwon Do (je nach Verband auch Tae-Kwon-Do oder Taekwon-Do geschrieben) setzt sich zusammen aus den koreanischen Worten Tae, Kwon und Do, die folgende Bedeutung haben:

Tae Kwon Do (Hangeul)
  • Tae = Tritt, ursprünglich Sprung, steht stellvertretend für alle Fuß- und Beintechniken
  • Kwon = Faust, steht stellvertretend für alle Hand- und Armtechniken
  • Do = Weg, steht für den Weg zur Erlangung von geistiger und körperlicher Reife

Vereinfacht könnte man Tae Kwon Do also mit Fuß-Faust-Weg oder auch Der Weg von Fuß und Faust übersetzen.

Das Bild zeigt die koreanischen Schriftzeichen für Tae Kwon Do in Hangeul  (mehr).

Was Tae Kwon Do bewirkt

Die Ausübung von Tae Kwon Do dient neben dem Erlernen von Kampf- und Verteidigungstechniken dazu, den Körper zu kräftigen, seine Ausdauer und seine allgemeine Leistungsfähigkeit zu verbessern. Darüber hinaus setzt nach einiger Zeit intensiven Trainings ein persönlichkeitsbildender Reifungsprozess ein. Willenskraft, Selbstdisziplin und innere Ruhe sind nur einige der positiven Charaktereigenschaften, die sich durch Tae Kwon Do-Training erwerben lassen:

Körperliches Lernen

Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit sind die Hauptaspekte, die durch Tae Kwon Do verbessert werden. Dazu kommt die Entwicklung und Verbesserung der Körpermotorik und Koordinationsfähigkeit, was gerade für Kinder und Jugendliche von großem Vorteil ist. Außerdem werden Gleichgewichtssinn, Konzentration und das Verständnis für den eigenen Körper trainiert; man lernt also, besser auf die Signale des eigenen Körpers zu achten.

Charakterliches Lernen

Die charakterliche Entwicklung ist vielleicht die treffendste Übersetzung für Do . Wenn man bereit ist, diese Fähigkeiten zu erwerben, und wenn diese von Meistern und Schülern vorgelebt werden, dann kann der Taekwondoin  Eigenschaften wie Bescheidenheit, Zurückhaltung, innere Ruhe, aber auch Selbstsicherheit und den Respekt im Umgang mit anderen Menschen lernen und damit seine eigene Persönlichkeit positiv entwickeln.

Was Tae Kwon Do nicht ist

Wer als Anfänger ein Tae Kwon Do-Training besucht und glaubt, schnell mal eben ein paar Tricks und Kniffe für die nächste Kneipen- oder Straßenschlägerei lernen zu können, wird enttäuscht sein. Die meisten Tae Kwon Do-Vereine ahnden den Missbrauch von Kampftechniken außerhalb des Trainings mit sofortigem Ausschluss. Durch das harte und lange Training lernt der Taekwondoin, dass er trainiert, um nicht kämpfen zu müssen, und dass es manchmal klug sein kann, einer Schlägerei aus dem Weg zu gehen. Aus diesem Grund kommen so gut wie keine Rüpel oder Schlägertypen aus dem Tae Kwon Do-Lager.